Norwegen, Travel

Wie Tinder uns den Arsch gerettet hat

Klar, wenn man zwei Wochen zu dritt in einem Wohnmobil zusammenhängt, kann man sich schon mal auf die Nerven gehen. Dass Lonia sich aber schon nach 4 Tagen auf nach neuen Männern umguckt, hat dann aber selbst uns überrascht.

Aber lasst uns die Geschichte, wie Tinder uns aus der Patsche geholfen hat, von vorne erzählen.

Wenn wir eins in den letzten Tagen gelernt haben, dann dass das Wetter entweder dein bester Freund oder dein Feind ist. So auch Gestern. Das Nordkap lag hinter uns und voller Vorfreude haben wir uns auf den Weg Richtung Lofoten begeben. Und wenn man denkt, dass man mit Schneesturm und Schneemassen eigentlich schon alles erlebt hat, kommt das Wetter und sagt: „Hold my beer!“. Kurz nach unserem Aufbruch stiegen die Temperaturen und das Winterwonderland hat sich binnen kürzester Zeit in eine spiegelglatte Eisbahn verwandelt. Nur eben ohne den romantischen New York Flair.

Zunächst kamen wir noch mehr oder wenig gut voran, nach etwa 10 km hat sich die Situation jedoch drastisch zugespitzt. Das Wohnmobil ließ sich trotz Schneeketten nicht mehr sicher steuern und das Fahren wurde für alle Beteiligten zu gefährlich. Also hieß es mal wieder: Anhalten. Vor uns ein spiegelglatter Abhang, links die Klippen und das Meer und rechts ein steiler Berg. Da kann einem schon mal der Arsch auf Glatt- bzw. Grundeis gehen.

Ziemlich ratlos haben wir vom Schneeräumdienst bis hin zum ADAC jeden angerufen, der uns irgendwie hätte helfen können. Ohne Ergebnis. Aus der Not ist die Schnapsidee entstanden, dass Lonia sich bei Tinder anmeldet und so ihren Ritter auf dem weißen Pferd findet. Und wir hatten Glück. Unser Social Media Prinz Stian hat zum Glück nur einen Katzensprung entfernt auf seiner Baustelle gearbeitet und kam statt auf einem weißen Pferd mit seinem Bulldozer, um uns aus dem Schlamassel zu befreien.

Anschließend ging es zurück zu Stians Baustelle, wo wir nicht nur genächtigt, sondern auch neue Reifen mit Spikes bekommen haben. Nach der ungewollt langen Pause ging es heute für uns weiter nach Alta. Wir sind unendlich dankbar für die Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Norwegen und freuen uns jetzt auf die nächste Etappe.